Christof. Kantonalmatch Luftpistole.

Wir, Vreni, Christian, Stefan und Christof Gerber sind Mitglied der Pistolenschützen Trub und der Pistolensektion Huttwil.

Pistolenschießen hat die Elemente Kraft, Konzentration, Koordination, Technische Fertigkeit, Ausdauer und noch viel anderes in sich.

So kamen wir zum Pistolenschießen.
Als "alter" Motorfahrer der Artillerie wurde ich (Christian) in einem meiner letzten Dienste zu einer Apothekereinheit umgeteilt. Das bedeutete, dass ich fortan ohne Waffe Dienst leistete. Das entsprach eigentlich meiner Auffassung.
Unser damaliger Kadi, Res Neuenschwander, selbst ein guter Gewehrschütze, setzte sich dafür ein, dass die paar Emmentaler Motorfahrer die neu zu seiner Kompanie kamen, mit Pistolen ausgerüstet wurden.
So erhielt ich nun eine Pistole Modell 49 (SIG 210) in die Hand gedrückt.
Von Adjutant René Chanson bekamen wir eine recht gute Grundausbildung.
Schon da merkte ich was für eine Faszination davon ausgeht mit der kleinen, einfachen Waffe zielen und treffen zu lernen.

Durch Kollegen kam ich in Kontakt mit den Pistolenschützen Trub.
Mit dem ersten ausprobieren machte ich rasch Fortschritte, bekam Tips von Kollegen. Mit Fachliteratur baute ich einiges an Wissen auf. Mit zunehmendem  Erfolg nahm ich vorerst an Gruppenschiessen teil. Bald schaffte ich mir eine Sportpistole an. Das ist Voraussetzung für die Teilnahme am regionalen  Matchschiessen, als Qualifikation für kantonale und schweizerische Meisterschaften.
Meine Frau Vreni hat mich damals manchmal begleitet. Interessiert wie sie ist, ging es nicht lange und sie hat selber eine Waffe in die Hand genommen und übt diesen Sport nun erfolgreich aus.

Christof ist dann im Lehrlingsalter aktiv dazugestossen. Sein Talent führte ihn zu grossen Erfolgen. Als Junior mehrfach Schweizermeister, im Jahr 2000 Junioren-Europameister mit der Sportpistole. Dann einige Jahre im CISM-Nationalkader.

Was ich denke: Leider wurde und wird der Schießport in der Schweiz von unserem Verband zu stark mit Militär und dem obligatorischem Programm Außerdienstlich verbunden. Man setzt sich zu stark für Belange ein, die mit dem Sport nichts zu tun haben.

Es ist nicht Sache des schweizerischen Schiessportverbandes, dafür zu sorgen, dass jeder Bürger eine Waffe besitzen darf. Dass der Schiessport ungehindert weiter ausgeübt werden kann hängt nicht davon ab, wieviele Waffen unbenutzt und unbeübt zu Hause herumstehen.

Es ist aber entscheidend, wieviele dieser Besitzer wir als aktive Sportler (Quereinsteiger, Späteinsteiger) motivieren und fördern können. Wie die Nachwuchserfassung und Ausbildung ausgeführt wird. Wie die Kader im Leistungssport aufgestellt werden. Aber auch, wie der Breitensport (Gruppenschiessen, Matchschiessen, kantonale und schweizerische Titelwettkämpfe) weiterhin seinen Platz finden kann. Wir werden kommende Gesetzesänderungen nicht immer beeiflussen können, aber innerhalb von neuen Bestimmungen  die Grundlagen und Ausnahmen für den Schiessport hartnäckig aushandeln und sichern müssen.

Mit klarem Fokus auf den Sport.

Wer eine Waffe für einen andern Grund als für den Sport besitzen will, soll sein Anliegen selber vertreten.  Lassen wir uns nicht mit der Politik der Parteien und anderen Gruppierungen in eine unerwünschte Ecke drängen.

Referendum des Schweizerischen Schützenverbandes gegen die Aenderung des EU Waffengesetzes. Die Aenderung wurde am 19.5.2019 angenommen. Es ist zu hoffen, dass unsere Dachverbände aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen und sich nun vermehrt für die Anliegen des eigentlichen Sportes einsetzen werden.